29.09.2009

Raffinerie in Gelsenkirchen-Horst erhält biologische Kläranlage

Ruhr Oel GmbH und GELSENWASSER AG erweitern Partnerschaft

Im September 2009 haben die Ruhr Oel GmbH und die GELSENWASSER AG den Vertrag zum Bau und Betrieb der "Zentralen Abwasserbehandlung im Werk Horst" (ZABH) unterzeichnet. Ruhr Oel realisiert damit einen weiteren Teil eines Maßnahmenpakets, das mit der Bezirksregierung Münster schon vor einiger Zeit vereinbart wurde und die Modernisierung der Abwassersysteme der Raffinerien zum Ziel hat. Nach Inbetriebnahme kann die Kläranlage bis zu 700 m³ Produktionsabwasser in der Stunde so weit reinigen, dass es ohne schädliche Inhaltstoffe in den Abwassersammler zur Emschergenossenschaft eingeleitet werden kann. Bei Starkregen kann darüber hinaus ein weit größerer Abwasserstrom aufgenommen, zwischengespeichert und anschließend behandelt werden. Die Wasserqualität im Ablauf der ZABH wird so gut sein, dass sie aus heutiger Sicht auch den Anforderungen zur Direkteinleitung genügt.

20 Millionen Euro Investition

Für die GELSENWASSER AG bedeutet dieser Vertragsschluss den Ausbau der langjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit mit Ruhr Oel in Gelsenkirchen. Diese Partnerschaft umfasst natürlich die Versorgung mit Brauch- und Trinkwasser sowie verschiedene Dienstleistungen auf der Abwasserseite. Zusammen mit dem renommierten Stuttgarter Anlagenhersteller Hager + Elsässer GmbH verpflichtete sich die GELSENWASSER AG, die rund 20 Mio. Euro umfassende Investition bis Oktober 2010 umzusetzen. Das 100 %ige Tochterunternehmen AWS GmbH wird anschließend für zunächst 15 Jahre den Betrieb der ZABH übernehmen.

Hohe Umweltstandards berücksichtigt

Das gewählte Verfahrenskonzept besteht aus einer mehrstufigen Vorreinigung sowie einer vollbiologischen Reinigungsstufe. Bei den Abluftbehandlungsanlagen der Becken wurde darauf geachtet, dass energiesparende biologische oder thermisch regenerative Verfahren eingesetzt werden.

In diesen Tagen kann der Bau der Kläranlage beginnen. Der extrem straffe Terminplan sieht vor, dass bereits zum Jahresende die ersten der bis zu 10.000 Kubikmeter fassenden Betonrundbehälter fertig gestellt werden.

Gelsenkirchen, 28. September 2009


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