Die Talsperren Haltern und Hullern von Gelsenwasser sind wichtige Wasserspeicher

Wichtige Wasserspeicher

Unsere Talsperren Haltern und Hullern

Spei­cher­volumen von 31,5 Mio. Ku­bik­metern

Unsere Talsperren sind wichtige Wasserspeicher. Die Stauseen Haltern und Hullern haben gemeinsam ein Speichervolumen von 31,5 Mio. Kubikmetern. Das in den Talsperren Haltern und Hullern gespeicherte Oberflächenwasser sichert in Kombination mit dem in der Haard und der Hohen Mark geförderten Grundwasser die Trinkwassergewinnung im Wasserwerk Haltern. Gespeist werden die Talsperren im Wesentlichen über die Flüsse Stever und Mühlenbach.

Aktueller Füllstand unserer Talsperren - Stand 26. September 2022

Tal­sperre Haltern Nord­becken: 37,41 Meter ü. NHN / 68 %
Tal­sperre Haltern Süd­becken: 39,11 Meter ü. NHN / ~100 %
Tal­sperre Hullern: 34,69 Meter ü. NHN / 24 %

Gesamt über alle Becken: 17,9 Mio. Kubikmeter / ca. 57 % 

Die Lage im Sommer

Unsere Talsperren Haltern und Hullern stellen dem Wasserwerk das Oberflächenwasser der Stever zur künstlichen Grundwasseranreicherung bereit. In ihnen werden bis zu 31,5 Mio. Kubikmeter Wasser zwischengespeichert. Das sind etwa ein Drittel der Jahresförderung des Wasserwerks Haltern.

Zu Anfang des Sommers wird zunächst die Talsperre Hullern abgesenkt. Falls es länger nicht regnet, sinkt im weiteren Verlauf des Sommers auch der Pegel in Haltern. In trockenen Zeiten, wie auch derzeit, kann die Stever oberhalb der Seen mit Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal angereichert werden. Der wiederum ist mit dem Kanalnetz der Westdeutschen Kanäle verbunden ist und wird zum Großteil aus der Lippe gespeist. Aktuell fließen der Stever täglich rd. 50.000 Kubikmeter Wasser zu, um das Talsperrensystem zu stützen.
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Die Talsperre Hullern wird derzeit nicht zusätzlich angefüllt, sondern in den nächsten Wochen geplant noch weiter abgesenkt. Der Grund sind notwendige Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Wehrs auf Höhe der Hullerner Straße, wo die Stever in die Talsperre Hullern fließt. Für diese Arbeiten im Spätsommer wird z. T. ein sehr niedriger Wasserstand benötigt. Die Trinkwasserversorgung wird auch in der Bauphase jederzeit sicher gewährleistet sein. Alle Informationen zu den Arbeiten gibt es hier.

Aktuell ist vor allem in der Talsperre Hullern eine Algenblüte zu beobachten, wie sie in den Sommermonaten in den Talsperren durch die intensive Sonneneinstrahlung und die damit verbundenen warmen Wassertemperaturen oftmals vorkommt. Zurzeit bilden hauptsächlich Kieselalgen, Grünalgen und Blaualgen die Algenpopulation. Blaualgen können unter bestimmtem Bedingungen Toxine bilden, beispielsweise wenn sie in großer Menge im Uferbereich absterben. Daher sollte der Kontakt mit den Algenteppichen vermieden werden.

Auf die Trinkwasserqualität hat das keine Auswirkungen: Das Talsperrenwasser wird auf dem Wasserwerksgelände zunächst mehrere Wochen durch die Halterner Sande bis zum Grundwasserleiter versickert. Dieses naturnahe Aufbereitungsverfahren reinigt das Rohwasser gründlich und hält z. B. auch Algen zurück, bevor das angereicherte Grundwasser zur weiteren Aufbereitung ins Wasserwerk gefördert wird.

Magnus Meckelburg, Leiter des Wasserwerks Haltern

Ohne die Tal­sperren wäre es nicht möglich, täglich über eine Million Menschen, Gewerbe und In­dustrie im nörd­lichen Ruhr­gebiet und im Müns­terland von hier zu ver­sorgen.

Die Funktion der Tal­sperren

Zur Speicherung des Wassers aus Stever und Mühlenbach entstand in den Jahren 1927 bis 1930 die Talsperre Haltern. Ihr Stauraum wurde bis 1972 schrittweise auf 20,5 Millionen Kubikmeter erweitert. In den Jahren 1973 bis 1985 folgte der Bau der Stever-Talsperre Hullern.

Den beiden Talsperren fließen pro Jahr durchschnittlich 230 Millionen Kubikmeter Wasser zu. Rund zwei Drittel der Wassermenge fließen über die Wehranlage ab; nur ca. ein Drittel wird für die Trinkwasserversorgung genutzt. Das Südbecken der Talsperre Haltern dient als Betriebsanlage – zur Vorreinigung des Talsperrenwassers. Am Einlauf des Südbeckens werden – bei Bedarf – Flockungsmittel und Aktivkohle zugegeben, um unerwünschte Wasserinhaltsstoffe zu binden. Durch Sedimentation werden diese aus dem Wasser entfernt.

Friedrich Reh, Leiter der Abteilung Wasserwerke

Oberstes Ziel der Be­wirt­schaftung der Res­sourcen ist die Si­cher­stellung von aus­rei­chenden Mengen Ober­flä­chen­wasser für die künstliche Grund­was­ser­an­rei­cherung im Was­serwerk. Dies ge­schieht unter größt­mög­licher Be­rück­sich­tigung der öko­lo­gischen Ver­hältnisse in den Tal­sperren.

Talsperre Haltern

Spei­cher­volumen: 20,5/​35,5* Mio. m³
Was­sertiefe: 7–15 m
Was­ser­fläche: 307 ha
max. Stau­spiegel: 39,40 m ü. NN

* im Jahr 2029 nach Abschluss der Vertiefung
 

Talsperre Hullern

Spei­cher­volumen: 11 Mio. m³
Was­sertiefe: 8 m
Was­ser­fläche: 150 ha
max. Stau­spiegel: 40,40 m ü. NN

Mehr über unsere Talsperren und unser Wasserwerk Haltern

Auf unserem Gelsenwasser-Blog und auf unserer Website finden Sie interessante Informationen, Artikel und Geschichten zu unseren Talsperren, dem Wasserwerk Haltern und zur Trinkwasserversorgung. 

Das Wasserwerk Haltern und die Talsperre Haltern

Energie sparen im Wasserwerk

Gelsenwasser entwickelt zusammen mit einem Start-up ein KI-basiertes Assistenzsystem für das Wasserwerk Haltern.

Ziel ist die Anpassung der Fahrweise des Wasserwerks an die strukturierte Energiebeschaffung der neuen Energiewelt, um Kosten zu optimieren und zur Netzstabilität beizutragen.

Ihre Ansprechpartnerin zu Thema Talsperren

Mareike Roszinsky

Presse & Medien