Die Talsperren Haltern und Hullern von Gelsenwasser sind wichtige Wasserspeicher

Wichtige Wasserspeicher

Unsere Talsperren Haltern und Hullern

Spei­cher­volumen von 31,5 Mio. Ku­bik­metern

Unsere Talsperren sind wichtige Wasserspeicher. Die Stauseen Haltern und Hullern haben gemeinsam ein Speichervolumen von 31,5 Mio. Kubikmetern. Das in den Talsperren Haltern und Hullern gespeicherte Oberflächenwasser sichert in Kombination mit dem in der Haard und der Hohen Mark geförderten Grundwasser die Trinkwassergewinnung im Wasserwerk Haltern. Gespeist werden die Talsperren im Wesentlichen über die Flüsse Stever und Mühlenbach.

Aktueller Füllstand unserer Talsperren - Stand 20. September 2021

Tal­sperre Haltern Nord­becken: 39,33 Meter ü. NHN / 97 %
Tal­sperre Haltern Süd­becken: 39,18 Meter ü. NHN / ≈ 100 %
Tal­sperre Hullern: 39,42 Meter ü. NHN / 82 %

Gesamt über alle Becken: 29,0  Mio. Kubikmeter / ca. 92 % 

Aktuelle Situation an der Zwischenstever - Stand 13. September

Der Sauerstoffgehalt in der flachen Zwischenstever sinkt im Sommer bei steigenden Wassertemperaturen und höherer Sauerstoffzehrung durch Organismen deutlich ab. Für Fische ist ein Sauerstoffgehalt unter 3 mg/l problematisch. Hinter der Fußgängerbrücke am Heimingshof war dieser Wert jetzt unterschritten worden.
Der Hintergrund: Wir pumpen am Heimingshof Wasser aus der Talsperre Hullern in die Zwischenstever, um es im weiteren Verlauf der Talsperre Haltern und der Trinkwassergewinnung zuzuführen. Die Pumpen entnehmen das Wasser bodennah aus der Talsperre Hullern. Dieses Wasser ist auch in diesem Spätsommer sehr sauerstoffarm. Die Zwischenstever erhält also genug Wasserzufluss, aber mit geringem Sauerstoffgehalt.

Daher haben wir – auch gemeinsam mit der Stadt Haltern – folgende Maßnahmen ergriffen, um den Sauerstoffgehalt in der Zwischenstever zu erhöhen:

  • Vier Belüftungsroboter (Höhe Alter Garten) und zwei Düsen (Höhe Heimingshof) belüften das Wasser in der Zwischenstever.
  • Seit Freitag, 10. September 2021, entnehmen wir bei Senden aus der Alten Fahrt des Dortmund-Ems-Kanals Wasser, um der Oberstever zusätzliches, sauerstoffreiches Wasser zuzuführen. Dieses gelangt nach ca. einem Tag in die Talsperre Hullern und erhöht dort den Wasserstand bis auf Vollstau. Außerdem wird die sauerstoffreiche obere Wasserschicht in Hullern mächtiger.
  • Nach den Messungen vom Wochenende sind die Sauerstoffgehalte in der Zwischenstever zurzeit stabil. 

Alle Schritte werden kontinuierlich mit Messungen der Wasserqualität/des Sauerstoffgehalts in der Talsperre und der Zwischenstever begleitet. Wir passen die Maßnahmen in den nächsten Tagen entsprechend der Erkenntnisse an.
 

Situation an der Zwischenstever

Magnus Meckelburg, Leiter des Wasserwerks Haltern

Ohne die Tal­sperren wäre es nicht möglich, täglich über eine Million Menschen, Gewerbe und In­dustrie im nörd­lichen Ruhr­gebiet und im Müns­terland von hier zu ver­sorgen.

Ak­tuelle Si­tuation

In diesem Spätsommer sind die Füllstände der Talsperren mit rund 90 % aufgrund der eher verhalten warmen Sommerwochen mit Niederschlägen sehr komfortabel. 

Im Mai sind wir mit Vollstau der Talsperren in die Sommersaison gestartet. Im Juni haben unsere Fachleute im Wasserwerk Haltern beim Talsperren-Management wie üblich mit dem „Sommerbetrieb“ begonnen: Die Talsperre Hullern wird abgesenkt – von dort wird mehr Wasser in die Zwischenstever und anschließend in die Halterner Talsperre geleitet, als der Hullerner Talsperre frisch zufließt. Dadurch sinkt der Wasserstand langsam in der Hullerner Talsperre. Der Vorteil: Die Halterner Talsperre bleibt zunächst annähernd auf Vollstau, was auch Freizeitsportler und Badegäste im Strandbad freut. 

Beim Talsperren-Management planen unsere Fachleute langfristig: Das Wasser, das heute aus der Talsperre Haltern auf das Wasserwerksgelände geleitet wird, durchläuft einen rund sechswöchigen naturnahen Aufbereitungsprozess. Es wird über große Sandbecken langsam versickert, dabei biologisch durch die Halterner Sande gefiltert, und reichert dann das natürliche Grundwasser an. Danach wird es zur weiteren Aufbereitung im Wasserwerk wieder nach oben gepumpt. Die Entscheidungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt getroffen werden, sichern also die Trinkwasserversorgung in den darauffolgenden Monaten. 
 

Die Funktion der Tal­sperren

Zur Speicherung des Wassers aus Stever und Mühlenbach entstand in den Jahren 1927 bis 1930 die Talsperre Haltern. Ihr Stauraum wurde bis 1972 schrittweise auf 20,5 Millionen Kubikmeter erweitert. In den Jahren 1973 bis 1985 folgte der Bau der Stever-Talsperre Hullern.

Den beiden Talsperren fließen pro Jahr durchschnittlich 230 Millionen Kubikmeter Wasser zu. Rund zwei Drittel der Wassermenge fließen über die Wehranlage ab; nur ca. ein Drittel wird für die Trinkwasserversorgung genutzt. Das Südbecken der Talsperre Haltern dient als Betriebsanlage – zur Vorreinigung des Talsperrenwassers. Am Einlauf des Südbeckens werden – bei Bedarf – Flockungsmittel und Aktivkohle zugegeben, um unerwünschte Wasserinhaltsstoffe zu binden. Durch Sedimentation werden diese aus dem Wasser entfernt.

Friedrich Reh, Leiter der Abteilung Wasserwerke

Oberstes Ziel der Be­wirt­schaftung der Res­sourcen ist die Si­cher­stellung von aus­rei­chenden Mengen Ober­flä­chen­wasser für die künstliche Grund­was­ser­an­rei­cherung im Was­serwerk. Dies ge­schieht unter größt­mög­licher Be­rück­sich­tigung der öko­lo­gischen Ver­hältnisse in den Tal­sperren.

Talsperre Haltern

Spei­cher­volumen: 20,5/​35,5* Mio. m³
Was­sertiefe: 7–15 m
Was­ser­fläche: 307 ha
max. Stau­spiegel: 39,40 m ü. NN

* im Jahr 2029 nach Abschluss der Vertiefung
 

Talsperre Hullern

Spei­cher­volumen: 11 Mio. m³
Was­sertiefe: 8 m
Was­ser­fläche: 150 ha
max. Stau­spiegel: 40,40 m ü. NN

Mehr über unsere Talsperren und unser Wasserwerk Haltern

Auf unserem Gelsenwasser-Blog und auf unserer Website finden Sie interessante Informationen, Artikel und Geschichten zu unseren Talsperren, dem Wasserwerk Haltern und zur Trinkwasserversorgung. 

Das Wasserwerk Haltern und die Talsperre Haltern

Energie sparen im Wasserwerk

Gelsenwasser entwickelt zusammen mit einem Start-up ein KI-basiertes Assistenzsystem für das Wasserwerk Haltern.

Ziel ist die Anpassung der Fahrweise des Wasserwerks an die strukturierte Energiebeschaffung der neuen Energiewelt, um Kosten zu optimieren und zur Netzstabilität beizutragen.

Ihre Ansprechpartnerin zu Thema Talsperren

Mareike Roszinsky

Presse & Medien