Das Schlauchwehr an der Talsperre Hullern wird aufwendig saniert.

Sanierung

Schlauchwehr an der Talsperre Hullern

Deshalb läuft am Schlauchwehr der Hullerner Talsperre eine Sanierung 

Im Bereich des Schlauchwehrs am Beginn der Talsperre Hullern nahe der Brücke B58 hat sich in den letzten Jahren ein Kolk (größere Vertiefung) gebildet. Dadurch ist auch die Rampe hinter dem Wehr unterhöhlt. Um Schäden am Wehr zu vermeiden, ist eine Sanierung in diesem Bereich notwendig. Im Wesentlichen werden dabei Zuwegungen eingerichtet, eine Spundwand eingebracht und der Kolk im Wehrbereich mit Sand aufgefüllt. Die Arbeiten haben am 29. August begonnen und dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. 

Die Trinkwasserversorgung über das Wasserwerk Haltern ist auch in der Bauzeit in vollem Umfang gesichert.  

Füllstand der Talsperre Hullern

Der Inhalt der Talsperre Hullern ist derzeit auf 25 Prozent abgesenkt, was die Voraussetzung für die Arbeiten ist. Daher kann die Sanierung auch nur im Spätsommer vorgenommen werden, denn im Spätherbst muss bereits wieder die Phase mit dem Auffüllen der Talsperren beginnen.

Unterstützende Maßnahmen 

Die Wasserqualität in der Talsperre Hullern wird in der Bauphase engmaschig überwacht. Gelsenwasser achtet außerdem genau auf die ökologischen Auswirkungen der Sanierung bei der derzeitigen Wetterlage und trifft vorsorglich Maßnahmen: 
 

  • Im Bereich der Baustelle führt Gelsenwasser auf der Talsperre Hullern vor Beginn der Arbeiten eine Elektrobefischung durch. Die Fische werden an anderer Stelle der Talsperre wieder ausgesetzt. 
  • Am Wehr Heimingshof wird während der Maßnahme mit verstärkter Pumpleistung Wasser aus der Talsperre Hullern in die Zwischenstever gepumpt. Dafür wird die bisherige Abnahme von Kanalwasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal bei Senden in die Stever von 50.000 m³ am Tag auf ca. 100.000 m³ erhöht. Damit kann der benötigte Füllstand in der Talsperre Hullern bei maximiertem Wasseraustausch auch in Richtung Zwischenstever eingestellt werden. 
  • Auf der Hullerner Talsperre werden vier Oberflächenbelüfter installiert, die bei Bedarf betrieben werden. Außerdem ist ein Strahlbelüfter ufernah ins Wasser eingesetzt, um im Bedarfsfall ebenfalls den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. 

Hinweis an Redaktionen
Medienschaffende finden hier Bilder zum Download.
 

Stand der Sanierungsarbeiten Ende September

Die Arbeiten kommen gut voran und liegen im Zeitplan.

  • Der Verlauf des Emkumer Bachs nach Einlauf in die Talsperre Hullern wurde neu modelliert.
  • Es wurden bislang ca. 75% der Spundwand bereits gerammt und die Steinschüttung davor und dahinter erstellt. Gestern sind zudem die Betonierarbeiten gestartet.
  • Mit dem Beton werden die Wasserbauschüttsteine der Rampe dauerhaft verklammert und verhindern das erneute Ausspülen des Untergrunds.

Wenn die Betonierarbeiten abgeschlossen sind, wird der Steverzufluss durch das Umbauen des Wehrverschlusses auf die nördliche Wehrseite umgeleitet und die restliche Spundwand gerammt. Abschließend wird dann die Steinschüttung für diesen Bauabschnitt erstellt und ebenfalls verklammert. 
 

Belüfter laufen rund um die Uhr

Derzeit laufen mehrere Belüfter in der Talsperre Hullern rund um die Uhr. Warum, erklärt Experte Rüdiger Szymczak in dem Video. 

Fischumsiedlung

Aufgrund der Sanierungsmaßnahme haben wir Fische aus der Talsperre Hullern umgesiedelt. Der Experte Rüdiger Szymczak erklärt, wie das abgelaufen ist und welche Eindrücke er vom Fischbestand hat.

Das Schlauchwehr an der Talsperre Hullern vor der Sanierung.
Das Schlauchwehr an der Talsperre Hullern nach der Sanierung

Video zur Baumaßnahme am Schlauchwehr

Video: Hintergrundinfos zur unseren Talsperren

Video: Infos zur Versorgungssicherheit

Ansprechpartner für Medien

Heidrun Becker

Leiterin Presse & Medien

André Ziegert

Presse & Medien