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In Kommunen bestehen hohe Energie-Einsparpotenziale, vor allem in öffentlichen Gebäuden. Kommunale Energieeffizienz-Netzwerke tragen nennenswert dazu bei, diese Potenziale zu identifizieren und zu heben. Daher wurde als wichtige Sofortmaßnahme des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) die Förderung von Energieeffizienz-Netzwerken von Kommunen eingeführt.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) bezuschusst den Aufbau und Betrieb der Netzwerke für eine Projektlaufzeit von drei Jahren. Pro Netzwerk können sich laut Kommunalrichtlinie ab dem 1. Januar 2019 min. sechs Kommunen zusammenschließen. Es werden in der Netzwerkphase 60 % der förderfähigen Kosten im ersten Jahr übernommen, max. 20.000 Euro pro Netzwerkteilnehmer, danach 50 %, max. 10.000 Euro pro Teilnehmer und Förderjahr. Investive Maßnahmen, die im Rahmen des Netzwerks umgesetzt werden, tragen die Kommunen selbst. Weitere Infos entnehmen Sie der Internetseite des PTJ.

Die GELSENWASSER AG ist Manager, Projektleiter und in der zweiten Phase Energieberater der Netzwerke. Sie koordiniert die Netzwerkarbeit, kümmert sich um Fördermittelangelegenheiten, organisiert die Netzwerktreffen und Schulungen und berät die Kommunen.

Darüber hinaus stellt Gelsenwasser den teilnehmenden Kommunen ihre Erfahrungen und ihr Know-how zur Verfügung und hilft so, Energiepotenziale zu heben, die Energieeffizienz in der Region zu verbessern und Kontakte zu knüpfen. Bei Bedarf werden die drei Netzwerke untereinander vernetzt, um den Erfahrungsaustausch auszuweiten.

Interessierten Partner-Kommunen in ihrem Versorgungsgebiet bietet Gelsenwasser die Gründung von Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken („KEEN”) an. Derzeit unterstützt sie 18 Kommunen in drei Netzwerken am Niederrhein (mit sechs Kommunen), im Münsterland (mit fünf Kommunen) und in Ostwestfalen (mit sieben Kommunen).

Vorteile der Gelsenwasser-Netzwerke

Der entscheidende Mehrwert der Gelsenwasser-Netzwerke ist, dass die Arbeit auf die Umsetzung von Maßnahmen ausgelegt ist und nicht auf die Erstellung von Berichten. Durch die Umsetzung der Maßnahmen können die Kommunen wiederum Energiekosten einsparen und ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zudem profitieren die Kommunen aus dem professionell organisierten Erfahrungsaustausch und dem Know-how der Gelsenwasser-Experten.

KEEN - Vorteile für Kommunen

Fortführung der Netzwerke - Phase II -

Die geförderte Netzwerklaufzeit von 3 Jahren sind in den KEEN Niederrhein und Münsterland bereits vorüber. Die Netzwerkarbeit war von einem regen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern geprägt und wurde vom gesamten Netzwerkteam als sehr positiv empfunden.

Die Arbeiten in den KEEN haben jedoch gezeigt dass drei Jahre von der vorangestellten Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung aller Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen. Es konnten diverse Projekte angestoßen werden, die Umsetzungen folgen jedoch in den nächsten Jahren. Um die Erfahrungen der sich in Umsetzung befindlichen kommunalen Projekte auszutauschen, haben sich die Netzwerkteilnehmer zusammen mit der Gelsenwasser AG für eine Fortführung der Netzwerkarbeit über den geförderten Zeitraum hinaus entschieden. Dies wird zudem vom Fördermittelgeber empfohlen.

Drei weitere Kommunen ergriffen die Gelegenheit, den Netzwerken in der Folgephase beizutreten. Die Netzwerklaufzeit beträgt erneut drei Jahre.

Bei der weiteren Teilnahme an den KEEN wird die Umsetzung der bisher identifizierten Maßnahmen begleitet. Die umgesetzten Maßnahmen werden in den Netzwerktreffen besprochen, um von den Erfolgen und vielleicht auch von den Fehlern der Partnerkommunen zu lernen. Die Zielsetzung der Energieeinsparung jeder Kommune, die am Anfang des Netzwerks definiert wurden, werden aktualisiert und weiterverfolgt. Durch die weitere Teilnahme können die Energieeffizienz-Themen der Kommunen fest verankert und ein langfristig angelegtes Energiemanagement gefördert werden.

Netzwerktreffen

Die Kommunen bestimmen selbst, welche Themen schwerpunktmäßig bei den Netzwerktreffen behandelt werden. In der Regel werden Maßnahmen besprochen, die besonders effizient und wirtschaftlich zu Energieeinsparungen führen. Zudem berichten die Kommunen von ihren Erfahrungen bei der Maßnahmenumsetzung. So können die Teilnehmer voneinander lernen und profitieren.

Die Treffen sind von einem offenen, regen Austausch geprägt. Durch externe Experten werden regelmäßig neue Ideen zu innovativen Effizienzmaßnahmen oder Analysemethoden in die Runde getragen. Zudem wird über Fördermöglichkeiten aufgeklärt, um die Finanzierung geplanter Maßnahmen zu erleichtern.

Unsere KEEN stellen sich vor

Die Kommunen stehen im Mittelpunkt der Netzwerke und bilden den „Zusammenschluss der Netzwerkteilnehmer”. Jede Kommune ernennt einen „kommunalen Netzwerkbeauftragten”, der als Ansprechpartner für seine Kommune fungiert, an den Netzwerktreffen teilnimmt und die Energieberatung begleitet. Natürlich können gern weitere Mitarbeiter der Verwaltungen an den Treffen teilnehmen, denn diese und das Netzwerk leben und profitieren vom Erfahrungsaustausch.

Wie funktioniert kommunales Netzwerken nun in der Praxis? Darüber können unsere bestehenden Netzwerke am besten berichten - Informieren Sie sich hier.

Das KEEN Niederrhein ist unser ältestes Netzwerk und vereint mittlerweile sechs Kommunen. Das Netzwerk wird in einer zweiten Phase ohne Förderung für drei weitere Jahre fortgeführt. Die Teilnehmer kennen sich inzwischen sehr gut, so dass das Miteinander von einem sehr offenen Austausch geprägt ist. Die Netzwerktreffen finden abwechselnd in den Rathäusern oder Stadthallen der Städte und Gemeinden statt.

Projektlaufzeit

Phase I - gefördert: März 2016 bis Marz 2019
Phase II: April 2019 bis April 2022

Teilnehmer

Das KEEN Münsterland ist mit fünfTeilnehmern unser kleinstes Netzwerk. Viele Kommunen haben bereits effizienzsteigernde Maßnahmen durchgeführt und profitieren so gegenseitig von einem großen Erfahrungsschatz.

Projektlaufzeit

Phase I - gefördert: Mai 2016 bis Juli 2019
Phase II: April 2019 bis April 2022

Teilnehmer

Das KEEN Ostwestfalen ist unser jüngstes und flächenmäßig größtes Netzwerk. Die teilnehmenden Städte und Gemeinden liegen bis zu 115 km voneinander entfernt. So können sich die Teilnehmer auch mit Kommunen austauschen, mit denen sie teilweise noch nicht in Kontakt standen. Die Netzwerktreffen finden abwechselnd in den Kommunen statt.

Projektlaufzeit

Phase I - gefördert: Juli 2017 - Dezember 2020
Phase II: aktuell in Vorbereitung

Teilnehmer

Energietechnischer Berater

Michael Brieden-Segler
e&u energiebüro gmbh

Ablauf Energieeffizienz-Netzwerk
Energieberatung

Fachlich begleitet wird jedes Netzwerk in der geförderten Phase 1 durch eine kontinuierliche energietechnische Beratung (gemäß Energieaudits DIN 16247). Ein fester Energieberater stimmt zusammen mit den Kommunen die Untersuchungsgegenstände ab. Diese kommen aus den Bereichen Gebäude, Prozesse, Mobilität und Verbraucherverhalten. Der Berater führt in jeder Kommune eine Energiedatenaufnahme und -analyse durch, um Potenziale zur Energieeinsparung zu definieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Jede Kommune vereinbart im Projektverlauf Einsparziele, die zu einem Gesamtziel des Netzwerks zusammengeführt werden. Die kontinuierliche Zielverfolgung im Netzwerkteam stärkt die Motivation und legt den Fokus auf die Umsetzung und somit der Zielerreichung.

Zum Ende jedes Projektjahres erstellt der Energieberater einen Monitoringbericht, der den aktuellen Stand von Netzwerktätigkeiten und Zielerreichung darlegt.

In der zweiten Phase der Netzwerkarbeit übernimmt die GELSENWASSER AG die Funktion des Energieberaters. Die Beratung erfolgt individuell nach Wunsch und ist nicht verpflichtend. Die in der ersten Phase erstellten Maßnahmenpläne werden kontinuierlich aktualisiert und die Ziele der Kommunen weiterverfolgt. Der Energieberater unterstützt nach Bedarf bei der Umsetzung von Maßnahmen.

KEEN Energieberatung

Soforthilfe fürs Energiesparen

Große Geräte verursachen rund die Hälfte der Stromkosten im Haushalt. Da wird zum Sparfuchs, wer die alten Haushaltsgeräte – vor allem, wenn diese über zehn Jahre alt sind – gegen neue austauscht. Moderne Kühlschränke, Waschmaschinen und Co. arbeiten energieeffizienter. Zwar werden Sie damit nicht auf Anhieb einen ganzen Batzen Geld sparen, aber langfristig wird so der Geldbeutel geschont – und die Umwelt gleich mit! 

Kühlschrank und Gefriergerät an einem kühlen Ort und gut belüftet aufstellen, also nicht direkt neben einer Heizung. Dann spart das Gerät viel Energie. Überprüfen Sie die Temperatur: Im Kühlschrank sind 7°C optimal, im Gefrierfach -18°C.

Waschmaschine immer voll beladen, je nach Waschprogramm. Nutzen Sie Energiesparprogramme und achten Sie auf die Temperatur! Gut schleudern, dann ist die Wäsche schon halb trocken und muss nicht mehr so lange in den Trockner. Oft kann man auch auf das Vorwaschen verzichten.

Schließen Sie die Spülmaschine je nach Modell und Möglichkeiten an die Warmwasserleitung an. Das ist besonders gut, wenn die Warmwasseraufbereitung energieeffizient ist, zum Beispiel durch Wärme, Solar oder mit moderner Gasheizung.

Beladen Sie den Wäschetrockner immer wirklich voll und übertreiben Sie das Trocknen nicht: Möglicherweise reicht auch „bügeltrocken“? Am günstigsten trocknet Ihre Wäsche einfach „an der Luft“!

Der Sonntagskuchen ist im Ofen? Backen Sie mit Umluft statt mit Ober- und Unterhitze. Verzichten Sie auf das Vorheizen und nutzen Sie die Nachwärme des Ofens.

Lange Kochzeit: Oft lohnt sich der Kauf eines Schnellkochtopfes, der ist ein Meister der Energieeffizienz. Gemüse können Sie dämpfen statt im Wasser zu kochen. Wasser im Wasserkocher erhitzen.

Bringen Sie Ihre Heizung auf den neuesten Stand! Mit einem modernen Heizkessel können Sie Energie sparen. Besonders effektiv sind Niedertemperatur- oder Brennwertkessel. Heizen Sie clever: Passen Sie die Gradzahl in Küche, Wohnzimmer, Bad und Schlafzimmer an und senken Sie nachts die Temperatur.

Mit Zeitschaltuhren können Sie zum Beispiel nachts Energie sparen. Die smarten Helfer schalten die Geräte dann aus, wenn sie nicht gebraucht werden. 

Hilfe zur Gründung von Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken

Für Kommunale Energieeffizienz-Netzwerke können Fördergelder beantragt werden. Ein neuer Leitfaden im Rahmen der Aktion „Energieeffizienz - gefällt mir!”, an der die GELSENWASSER AG mitgewirkt hat, gibt Impulse für die Gründung.

Leitfaden zum Download

Mehr über KEEN erfahren

Energieeffizienz-Netzwerke: Was genau ist das?

Auf dem Gelsenwasser-Blog erklärt Lara Berges was Sie darüber wissen müssen.

 

zum Gelsenwasser-Blog

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KEEN - Kommunale Energieeffizienz-Netzwerke