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Speichervolumen von 31,5 Mio. Kubikmetern

Unsere Talsperren sind wichtige Wasserspeicher. Die Stauseen Haltern und Hullern haben gemeinsam ein Speichervolumen von 31,5 Mio. Kubikmetern. Das in den Talsperren Haltern und Hullern gespeicherte Oberflächenwasser sichert in Kombination mit dem in der Haard und der Hohen Mark geförderten Grundwasser die Trinkwassergewinnung im Wasserwerk Haltern. Gespeist werden die Talsperren im Wesentlichen über die Flüsse Stever und Mühlenbach.

Ohne die Talsperren wäre es nicht möglich, täglich über eine Million Menschen, Gewerbe und Industrie im nördlichen Ruhrgebiet und im Münsterland von hier zu versorgen.
Leiter des Wasserwerks Haltern: Magnus Meckelburg
Magnus Meckelburg, Leiter des Wasserwerks Haltern

Aktuelle Situation

Im Mai sind wir mit Vollstau der Talsperren in die Sommersaison gestartet. In den ersten warmen Wochen im Juni stieg die Wasserabnahme bei den Kunden an und die Niederschläge gingen gleichzeitig deutlich zurück. Damit haben unsere Fachleute im Wasserwerk Haltern beim Talsperren-Management wie üblich mit dem „Sommerbetrieb“ begonnen: Die Talsperre Hullern wird abgesenkt – von dort wird mehr Wasser in die Zwischenstever und anschließend in die Halterner Talsperre geleitet, als der Hullerner Talsperre frisch zufließt. Dadurch sinkt der Wasserstand nun langsam in der Hullerner Talsperre. Der Vorteil: Die Halterner Talsperre bleibt zunächst annähernd auf Vollstau, was auch Freizeitsportler und Badegäste im Strandbad freut.

Wie rasch der Wasserstand in Hullern sinkt, hängt davon ab, wieviel Niederschlag in der nächsten Zeit fällt und wieviel Wasser aus den Talsperren im Wasserwerk benötigt wird. Dabei planen unsere Fachleute langfristig: Das Wasser, das heute aus der Talsperre Haltern auf das Wasserwerksgelände geleitet wird, durchläuft einen rund sechswöchigen naturnahen Aufbereitungsprozess. Es wird über große Sandbecken langsam versickert, dabei biologisch durch die Halterner Sande gefiltert, und reichert dann das natürliche Grundwasser an. Danach wird es zur weiteren Aufbereitung im Wasserwerk wieder nach oben gepumpt.

Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, sichern also die Trinkwasserversorgung im Hochsommer.

 

Die Funktion der Talsperren

Zur Speicherung des Wassers aus Stever und Mühlenbach entstand in den Jahren 1927 bis 1930 die Talsperre Haltern. Ihr Stauraum wurde bis 1972 schrittweise auf 20,5 Millionen Kubikmeter erweitert. In den Jahren 1973 bis 1985 folgte der Bau der Stever-Talsperre Hullern.

Den beiden Talsperren fließen pro Jahr durchschnittlich 230 Millionen Kubikmeter Wasser zu. Rund zwei Drittel der Wassermenge fließen über die Wehranlage ab; nur ca. ein Drittel wird für die Trinkwasserversorgung genutzt. Das Südbecken der Talsperre Haltern dient als Betriebsanlage – zur Vorreinigung des Talsperrenwassers. Am Einlauf des Südbeckens werden – bei Bedarf – Flockungsmittel und Aktivkohle zugegeben, um unerwünschte Wasserinhaltsstoffe zu binden. Durch Sedimentation werden diese aus dem Wasser entfernt.

Oberstes Ziel der Bewirtschaftung der Ressourcen ist die Sicherstellung von ausreichenden Mengen Oberflächenwasser für die künstliche Grundwasseranreicherung im Wasserwerk. Dies geschieht unter größtmöglicher Berücksichtigung der ökologischen Verhältnisse in den Talsperren.
Friedrich Reh, Leiter der Abteilung Wasserwerke
Talsperre Haltern

Speichervolumen: 20,5/35,5* Mio. m³
Wassertiefe: 7–15 m
Wasserfläche: 307 ha
max. Stauspiegel: 39,40 m ü. NN

* im Jahr 2029 nach Abschluss der Vertiefung

Talsperre Hullern

Speichervolumen: 11 Mio. m³
Wassertiefe: 8 m
Wasserfläche: 150 ha
max. Stauspiegel: 40,40 m ü. NN

Die Talsperren Haltern und Hullern der GELSENWASSER AG