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Speichervolumen von 31,5 Mio. Kubikmetern

Unsere Talsperren sind wichtige Wasserspeicher. Die Stauseen Haltern und Hullern haben gemeinsam ein Speichervolumen von 31,5 Mio. Kubikmetern. Das in den Talsperren Haltern und Hullern gespeicherte Oberflächenwasser sichert in Kombination mit dem in der Haard und der Hohen Mark geförderten Grundwasser die Trinkwassergewinnung im Wasserwerk Haltern. Gespeist werden die Talsperren im Wesentlichen über die Flüsse Stever und Mühlenbach.

Ohne die Talsperren wäre es nicht möglich, täglich über eine Million Menschen, Gewerbe und Industrie im nördlichen Ruhrgebiet und im Münsterland von hier zu versorgen.
Leiter des Wasserwerks Haltern: Magnus Meckelburg
Magnus Meckelburg, Leiter des Wasserwerks Haltern

Aktuelle Situation

Eher untypisch für den Monat November sind die derzeitigen Füllstände der Talsperren. Das hat einen Grund: Zum Ende des sehr trockenen und warmen Sommers war der Sauerstoffgehalt in der Hullerner Talsperre nach Starkregenereignissen mit Abschwemmungen von Feldern und Abwasserentlastungen im Stevereinzugsgebiet stark gesunken. Um das aquatische Gleichgewicht in der Hullerner Talsperre zu stützen, ist der Zufluss aus der Stever überwiegend in der Hullerner Talsperre belassen worden und nicht weiter in die Zwischenstever zur Halterner Talsperre gepumpt worden. Da aus der Halterner Talsperre durchgängig Wasser zur Versickerung auf dem Wasserwerksgelände entnommen wurde, sank dort der Pegel bisher weiter. Das ist für den Herbst eine eher ungewöhnliche Situation und führt auch in der Halterner Talsperre derzeit zu einem deutlich sichtbar abgesenkten Wasserstand.

Wie schnell sich die Talsperrenbecken wieder füllen lassen, hängt von der weiteren Niederschlagsentwicklung in Herbst und Winter ab. Ziel beim Talsperrenmanagement ist in jedem Jahr, mit Vollstau in den Frühsommer zu gehen.

Die Funktion der Talsperren

Zur Speicherung des Wassers aus Stever und Mühlenbach entstand in den Jahren 1927 bis 1930 die Talsperre Haltern. Ihr Stauraum wurde bis 1972 schrittweise auf 20,5 Millionen Kubikmeter erweitert. In den Jahren 1973 bis 1985 folgte der Bau der Stever-Talsperre Hullern.

Den beiden Talsperren fließen pro Jahr durchschnittlich 230 Millionen Kubikmeter Wasser zu. Rund zwei Drittel der Wassermenge fließen über die Wehranlage ab; nur ca. ein Drittel wird für die Trinkwasserversorgung genutzt. Das Südbecken der Talsperre Haltern dient als Betriebsanlage – zur Vorreinigung des Talsperrenwassers. Am Einlauf des Südbeckens werden – bei Bedarf – Flockungsmittel und Aktivkohle zugegeben, um unerwünschte Wasserinhaltsstoffe zu binden. Durch Sedimentation werden diese aus dem Wasser entfernt.

Oberstes Ziel der Bewirtschaftung der Ressourcen ist die Sicherstellung von ausreichenden Mengen Oberflächenwasser für die künstliche Grundwasseranreicherung im Wasserwerk. Dies geschieht unter größtmöglicher Berücksichtigung der ökologischen Verhältnisse in den Talsperren.
Friedrich Reh, Leiter der Abteilung Wasserwerke
Talsperre Haltern

Speichervolumen: 20,5/35,5* Mio. m³
Wassertiefe: 7–15 m
Wasserfläche: 307 ha
max. Stauspiegel: 39,40 m ü. NN

* im Jahr 2029 nach Abschluss der Vertiefung

Talsperre Hullern

Speichervolumen: 11 Mio. m³
Wassertiefe: 8 m
Wasserfläche: 150 ha
max. Stauspiegel: 40,40 m ü. NN

Die Talsperren Haltern und Hullern der GELSENWASSER AG