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Hitzewelle im August 2020 - Wasserabgabe des Wasserwerks Haltern

Bei Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke steigt die Wasserförderung in unserem Wasserwerk Haltern. Derzeit sinken die Fördermengen wieder.

Die bisherigen Spitzenwerte

Freitag 7. August:
355.711 m³ – zwischen 13 und 21 Uhr waren es jeweils über 17.000 m³ pro Stunde, zwischen 20 und 21 Uhr sogar 18.067 m³

Samstag 8. August:
353.777 m³ – zwischen 12 und 19 Uhr waren es jeweils über 17.000 m³ pro Stunde

Sonntag 9. August:
332.411 m³ – zwischen 15 und 19 Uhr waren es jeweils über 17.000 m³ pro Stunde

Montag, 10. August:
346.141 m³ - zwischen 15 und 21 Uhr waren es jeweils über 17.000 m³ pro Stunde

Dienstag, 11. August:
339.943 m³ - zwischen 16 und 20 Uhr waren es jeweils über 17.000 m³ pro Stunde

Mittwoch, 12. August:
332.317 m³ - zwischen 17 und 20 Uhr waren es jeweils über 18.000 m³ pro Stunde

...

Dienstag, 18. August
291.500 m³

 

Tagesrekord
Der Spitzentag für die Wasserabgabe war der 24. Juli 2019 mit 384.376 m³ Trinkwasser im Wasserwerk Haltern. Das war sogar geringfügig mehr als am Spitzentag im Jahr 2018 (383.651 m³).

Wasserwerk Haltern: sichere Trinkwasserversorgung im Sommer 2020

Q&A mit Magnus Meckelburg, Leiter des Wasserwerks Haltern. Er beantwortet die wichtigsten Fragen zur Trinkwasserversorgung im Sommer - bei Hitze und Trockenheit.

Die Hitzewelle in der ersten Augusthälfte hat im Wasserwerk Haltern zu einer hohen Einspeisung ins Versorgungsnetz geführt: Im Durchschnitt förderten die Pumpen täglich mehr als 350.000 Kubikmeter Trinkwasser, um den Bedarf der über eine Million Menschen, Gewerbe und Industrie im nördlichen Ruhrgebiet und im Münsterland zu decken.

„Die gute Trinkwasserqualität ist durch alle Aufbereitungsschritte im Wasserwerk jederzeit gewährleistet.“

Weitere Infos finden Sie auch in einer Pressemitteilung.

Jetzt lesen

Wasserwerk Haltern - die aktuelle Versorgungssituation

Wasserwerk Haltern - die aktuelle Lage in den Talsperren

Situation an der Stever: aktuelle Infos

Situation an der Stever: vorgenommene Maßnahmen

Situation an der Stever: weitere Möglichkeiten

Situation an der Stever: weitere Entwicklung

Belüftungsanlagen in der Stever

Vier neue Belüftungsanlagen sorgen in der Stever zwischen den Talsperren Haltern und Hullern für genug Sauerstoff im Wasser. 2019 starben während der Hitzewelle viele Fische, weil die Sauerstoffsättigung zu niedrig war.

Update 2. September 2020

Die Kanalwasserentnahme bei Senden wird bis auf Weiteres eingestellt.

Update 25. August 2020. Sauerstoffgehalt schwankt weiter

Der Sauerstoffgehalt in der Zwischenstever schwankt derzeit noch stark. Derzeit liegen die Werte zwischen 0 und 5 mg/l.

Mitte August waren die Sauerstoffgehalte in der oberen Stever, der Talsperre Hullern und der Zwischenstever gesunken.  Unsere Kollegen bargen täglich kleinere Mengen verendeter Fische aus der Zwischenstever – zwischen 1 und 10 Kilogramm täglich.

Zusätzlich hatten die Starkregenereignisse die Situation bei Hullern und im Oberlauf der Stever verschlechtert. Abschwemmungen von Ufern und Feldern verursachten Trübung und vergrößern die Sauerstoffzehrung. Das konnten die Belüftungsanlagen nicht ausgleichen. Am Oberlauf der Stever hat sich die Qualitätssituation entspannt. Die Untere Wasserbehörde des Kreises Coesfeld meldet 20 °C Wassertemperatur und ca. 6 mg/Liter Sauerstoffgehalt bei Lüdinghausen.

In der Talsperre Hullern hat sich seit dem Starkergeneintrag Mitte August im unteren Bereich des Wasserkörpers eine abgegrenzete Schicht sauerstoffarmen Wassers gebildet. Darüber befindet sich der wärmere Wasserkörper. Die Schichtung ist bislang sehr stabil.

Angesichts des unbekannten Zehrungspotentials des unteren Wasserkörpers und der unbekannten Dauerhaftigkeit der aktuell vorhandenen Schichtung erhöht Gelsenwasser ab 25.08.20 die Kanalwasserentnahme in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde von 100.000 auf 200.000 m³ täglich.

Ziel der Maßnahme ist der zügige Zufluss von sauerstoffreichem Wasser, um das ökologische Gelichgewicht zu unterstützen. Die Überleitung von Wasser aus der Talsperre Hullen in die Zwischenstever beträgt weiterhin rund 100.000 m³ am Tag. Die Zwischenstever wird gleichzeitig mehrfach belüftet.

Mehr dazu auch auf unserem Blog und in den Pressemitteilungen.

Jetzt lesen

Auch an der Wehranlage Heimingshof, dem Zufluss der Zwischenstever aus der Hullerner Talsperre, "verdüsen" wir Flusswasser , um es mit Sauerstoff anzureichern.


Cleveres Talsperrenmanagement ist das A & O

Die letzten beiden trockenen, sehr warmen Sommer haben die Wasserversorgung vor echte Herausforderungen gestellt: Mancherorts in Deutschland waren die zur Verfügung stehenden Wassermengen phasenweise ausgereizt und die Wasserverteilnetze abends zu Spitzenstunden bis zum Anschlag beansprucht.

Auch im Gelsenwasser-Versorgungsgebiet verzeichneten wir Höchstabgaben wie zuletzt vor über zwanzig Jahren, als Bergbau und Industrie in dieser Region noch große Mengen Wasser benötigten. Das zeigt, wie stark der private und landwirtschaftliche Gebrauch in den Sommermonaten 2018/2019 gestiegen war.

Talsperrenmanagement, Wasserwerke, Rohrnetze und vor allem die Menschen im Team blau-grün, die die Aufgaben in diesen Bereichen ausfüllen, haben die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Wasserversorgung bewiesen. Was das in Zahlen heißt, welche besonderen Anstrengungen dafür notwendig sind und wie Wasserversorgung auch in Trockenzeiten sicher funktioniert, zeigen wir hier!

Kanalwasserentnahme

Um die Trinkwasserversorgung für rund 1 Mio. Menschen auch bei langanhaltenden Hitze- und Dürreperioden zu sichern, entnimmt Gelsenwasser Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal.Bis zu 70 Millionen Liter Wasser dann aus dem Kanal über die Stever in die Talsperren Haltern und Hullern geleitet. So können wir den Füllstand in den Talsperren auf einem sicheren Niveau halten, auch wenn es lange Zeit nicht regnet und zeitgleich bei Hitze sehr viel Wasser entnommen werden muss.

Kanalwasserentnahme läuft

Hitzewelle im August 2020: Seit dem 10. August fließt Kanalwasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal über die Stever in die Talsperren Haltern und Hullern. Abgestimmt mit der Unteren Wasserbehörde hat Gelsenwasser deshalb die Zuspeisung aus dem Kanal bei Senden in die Stever auf 100.000 Kubikmeter täglich erhöht.

Ihre Ansprechpartner

Heidrun Becker

Pressesprecherin

 0209 708-247
Mareike Roszinsky

Unternehmenskommunikation - Social Media

0209 708-552
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