Belüftungssystem Zwischenstever

Ökosystem stützen

Neues Belüftungssystem für die Zwischenstever

Verlegeboot versenkt perforierter Schlauch auf den Gewässergrund

In dieser Woche bringt ein Verlegeboot im Auftrag von Gelsenwasser und der Stadt Haltern am See ein neues Belüftungssystem in die Zwischenstever ein. Auf einer Länge von 500 Metern wird ein perforierter Schlauch auf den Gewässergrund versenkt. Ein Kompressor bringt darüber in Zukunft ganzjährig gleichmäßig Luft in Gewässer und Sohlsediment ein, um es kontinuierlich mit Sauerstoff anzureichern und damit das Ökosystem mittel- bis langfristig widerstandsfähiger gegenüber den zunehmenden Belastungen aus klimatischen Veränderungen zu machen.

Kurzzeitiger Sauerstoffmangel in den zurückliegenden Jahren

In der Zwischentever, dem Gewässerabschnitt zwischen den beiden Talsperren Haltern und Hullern, war es in den zurückliegenden Jahren im Spätsommer wiederholt zu kurzzeitigem Sauerstoffmangel gekommen, der zu Fischsterben geführt hatte. Zur Bekämpfung des akuten Problems, das wiederholt durch Algenblüten entstand, hatten Gelsenwasser und die Stadt Haltern am See in den letzten Sommern bereits verschiedene Belüftungssysteme im Einsatz, die auch weiterhin vorgehalten werden.

Das zusätzliche kontinuierliche Belüftungs-System namens DRAUSY bekämpft nicht den akuten Sauerstoffmangel. Vielmehr erhofft man sich dadurch eine dauerhafte Stützung des Ökosystems durch ein permament erhöhtes Sauerstoffangebot in dem Gewässer-Abschnitt. Durch den am Gewässerboden eingetragenen Luftsauerstoff sollen mittelfristig dauerhaft aerobe Bedingungen im Gewässersediment herbeigeführt werden, die zu einem besseren und vollständigen Umsatz der reichlich vorhandenen Nährstoffe führen. Dies sollte sich positiv auf die Resilienz des Gewässerabschnitts gegenüber kurzfristigen Sauerstoffmangelsituationen auswirken, die wir auch weiterhin bei fortschreitenden klimetischen Veränderungen erwarten.

Gelsenwasser hat das System angeschafft, die Stadt Haltern am See als Betreiberin des Gewässers stellt den Strom für den Betrieb zur Verfügung. 

Magnus Meckelburg

Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft bei Gelsenwasser

Einen Effekt wird man sicherlich noch nicht in diesem Sommer messen können, frühestens in den nächsten Jahren erwarten wir messbare Veränderungen. Zugleich haben wir nicht die Erwartung, dass damit zukünftig Fischsterben ausgeschlossen werden können.

Ansprechpartner für Medien

André Ziegert

Presse & Medien

Heidrun Becker

Leiterin Presse & Medien