Spatenstich in Linnich-Süd für Kalte Nahwärme
Mit dem Spatenstich durch Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker ist das Entwicklungsgebiet Linnich-Süd heute in die Umsetzung gestartet. Auf einer Fläche von ca. 19 Hektar entstehen rd. 300 Bauplätze mit einem Wärmebedarf von ca. 4 Mio. KWh jährlich.
Die Stadt Linnich ist bereits seit mehreren Jahren im Umwelt- und Klimaschutz aktiv. In Linnich-Süd entsteht nun in Zusammenarbeit mit der GELSENWASSER AG ein modernes, nachhaltiges Heizkonzept, ein sogenanntes kaltes Nahwärmenetz von 3,5 km Länge. Es arbeitet mit Erdwärme und in der zweiten Ausbauphase auch mit Flusswärme des Linnicher Mühlenteichs/Rur.
v.l.n.r.: Luca Temmler, Marion Schunck-Zenker (Bürgermeisterin Stadt Linnich), Marcelle Van der Sande, Christian Ontyd, Volkmar Hensen (Baulandentwicklungsgesellschaft Linnich mbH), Benjamin Bienek (Baulandentwicklungsgesellschaft Linnich mbH), Sebastian von Bredow (Stadt-Land Plus GmbH), Christoph Schlößer (Stadt-Land Plus GmbH) Was ist kalte Nahwärme?
Kalte Nahwärme bedeutet, dass Wärme ohne zentrale Wärmeerzeuger auf 0 bis 20 Grad zu den Gebäuden transportiert wird, um diese nahezu ohne Wärmetransportverluste zu beheizen bzw. zu temperieren. Es werden mit Erd- und Flusswärme erneuerbare Energiequellen vor Ort verwendet. Dazu werden 90 Sonden 175 m tief in die Erde eingelassen und später zusätzlich auch das Wasser der Rur einbezogen. Die aus Erde und Fluss gewonnene Wärme wird über das Rohrleitungsnetz zu den Häusern transportiert. Dort heben Sole-Wärmepumpen die Temperatur auf das benötigte Niveau für Raumwärme und Warmwasser.
Zusätzlich kann im Sommer das über den Winter abgekühlte Erdreich zur Temperierung der Häuser genutzt werden. Das System arbeitet effizienter als Luft-Wärmepumpen und nahezu CO2-frei, sobald die Wärmepumpen mit Ökostrom betrieben werden.

Was ist wichtig für künftige Hauseigentümer?
Die Hauseigentümer schließen mit Gelsenwasser einen Vertrag über die komplette Bereitstellung der Wärmeinfrastruktur. Gelsenwasser schließt jedes Gebäude über eine Hausanschlussleitung an das kalte Nahwärmenetz an. Über eine Mehrsparteneinführung gelangen gleichzeitig auch die Leitungen für Wasser, Strom und Telekommunikation ins Haus. Im Haus stellt Gelsenwasser eine auf den jeweiligen Wärmebedarf ausgelegte Wärmepumpe zur Verfügung, die vollständig in das Energiesystem des Eigentümers aus z.B. PV und Batteriespeicher integriert werden kann.
Damit das kalte Nahwärmenetz technisch sinnvoll, effizient und für alle Anwohner*innen im Quartier vorteilhaft betrieben werden kann, ist der Anschluss möglichst aller Gebäude notwendig.

Mehr Infos über das Konzept für Linnich-Süd
Erfahrt mehr über die innovative Quartierswärme in Linnich-Süd. Auf unseren Infoseiten informieren wir über das Konzept, den Weg und beantworten FAQs.
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Leiterin Presse & Medien
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Presse & Medien
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