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Gelsenwasser-Hauptversammlung:

Ganzheitliche, effiziente, langfristige Lösungen im Fokus

Wasser • Abwasser • Energiebeschaffung und -vertrieb • Energie- und Wärmenetze • Dezentrale Energie • Digitale Infrastruktur • Kreislaufwirtschaft • Stadtwerke • Industrieparks

Auf dem heutigen Aktionärstreffen der GELSENWASSER AG in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen standen neben der erfolgreichen Geschäftsentwicklung die Themen Zuverlässigkeit und Weiterentwicklung im Mittelpunkt.

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Henning R. Deters, Vorstandsvorsitzender

Unsere Aufgabe ist und bleibt die Daseinsvorsorge. Wir sind immer da und stehen für sichere, ganzheitliche und effiziente Infrastruktur. Um die Gelsenwasser-Gruppe noch stärker ‚vor die Lage zu bringen‘, haben wir unsere Geschäftsfelder neu aufgestellt. Neun Geschäftsfelder bilden unser Fundament. Entsprechend der Unternehmensziele entwickeln wir diese aktiv und fokussiert weiter“, so der Vorstandsvorsitzende Henning R. Deters. „Unsere Vision ist es, lebenswerte Regionen zu sichern – mit nachhaltiger Infrastruktur für Menschen und Umwelt. Den entscheidenden Unterschied macht dabei unser Team blau-grün. Wir sind professionell, mit Ruhe, fachlicher Expertise und der notwendigen Menschlichkeit vor Ort. Unser Anspruch „Immer da.“ ist dabei mehr als ein Leitsatz. Es ist ein Versprechen – ein Versprechen an unsere Kundinnen und Kunden, an unsere Partner. Das setzen alle im Team täglich mit viel Einsatz um. Ein herzliches Danke dafür!

Die Geschäftsfelder der Gelsenwasser-Gruppe sind Wasser, Abwasser, Energiebeschaffung und -vertrieb, Energie- und Wärmenetze, Dezentrale Energie, Digitale Infrastruktur, Kreislaufwirtschaft, Stadtwerke und Industrieparks. Im Zuge der Neustrukturierung der Geschäftsfelder und der Zentralbereiche der GELSENWASSER AG wurde eine dritte Vorstandsposition geschaffen, die seit Oktober 2025 Dr. Agnes Janda inne hat. Sie verantwortet die Geschäftsfelder Abwasser, Kreislaufwirtschaft und Digitale Infrastruktur.

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Dr. Agnes Janda, Vorständin GELSENWASSER AG

Dr. Agnes Janda, Vorständin

Zum neuen Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft gehören aktuell acht Beteiligungen. Unsere Aktivitäten konzentrieren wir dabei auf die Themen Monoklärschlammverbrennung, Boden- und Baustoffrecycling sowie den Aufbau eines Phosphorrecyclings“, erläuterte Dr. Janda. „Wir wollen ein vollumfänglicher Partner in der ganzheitlichen Verwertungskette des Klärschlamms werden – vom Klärschlammmanagement über die Verbrennung bis zum Phosphorrecycling.

In Zusammenarbeit mit der schwedischen Technologiepartnerin EasyMining setzt Gelsenwasser die exklusive Anwendung des Ash2Phos-Prozesses in Deutschland um, um Calciumphosphat Produkte aus Klärschlammasche, sowie weitere im Prozess entstehende Produkte auf den Markt zu bringen. Die erste Anlage dieser Art baut seit Mai 2025 die Beteiligungsgesellschaft Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS), sie geht 2027 in Betrieb. 
Im Bereich des Boden  und Baustoffrecyclings ist Gelsenwasser an den Standorten Herne und Kamen aktiv. Ein großer Teil des Bodenaushubs von Baustellen kann als Ersatzbaustoff wiederverwendet werden. Über die Gesellschaft BAV Aufbereitung Herne GmbH werden außerdem Altgleisschotter und Betonmaterialien so aufbereitet, dass sie erneut im Bau eingesetzt werden können. Damit bleiben mineralische Stoffe im Kreislauf, ersetzen Primärrohstoffe oder müssen nicht deponiert werden. Im Geschäftsjahr 2025 wurden am Standort in Herne 370.000 Tonnen mineralische Abfälle und 50.000 Tonnen Bodenaushub aufbereitet zu großen Teilen in den Wirtschaftskreislauf zurückgegeben.
„Sauber, sicher, wertschöpfend – das sind die Leitlinien, an denen wir das Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft ausrichten. Damit stärken wir die Kreislaufwirtschaft insgesamt, indem wir verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen, Infrastrukturen betreiben und Stoffströme sicher managen. Gleichzeitig eröffnet uns dieses Geschäftsfeld die Chance, einen Beitrag dazu zu leisten, Deutschland unabhängiger von Rohstoffimporten zu machen – und dabei die Umwelt zu entlasten und Wertschöpfungsketten wirklich zu schließen“, so Dr. Janda.

Im Geschäftsfeld Abwasser umfasst das Portfolio zwölf Beteiligungen von kommunalen Abwasserkooperationen über Industrieexpertise bis zur Wissensplattform knowH2O. In den fünf größten Gelsenwasser-Abwasserkooperationen (Gelsenkirchen, Herne, Dresden, Bremen und Emmerich) wurden 2025 114 Mio. € in Erneuerung sowie Erweiterung von Abwassernetzen und -anlagen investiert. Im Bereich der Ingenieurdienstleistungen hat das Gelsewasser-Abwasser-Team 2025 Investitionen in Höhe von 17 Mio. € beplant und umgesetzt.

Sicherheit hat bei Gelsenwasser immer schon einen umfassenden Stellenwert. Zum fünften Mal haben 2025 die GELSENWASSER AG, GELSENWASSER Energienetze GmbH und weitere 13 betriebsgeführte Gesellschaften die Technische Sicherheitsmanagement Prüfung des DVGW (TSM) Gas und Wasser bestanden. Die TSM Zertifizierung bestätigt, dass ein Gas  oder Wasserversorgungsunternehmen seine technischen Aufgaben sicher, fachgerecht, regelkonform und organisatorisch gut aufgestellt wahrnimmt. „Technische Sicherheit ist für uns elementar. Die erfolgreiche TSM-Prüfung unterstreicht, wie stark und professionell wir aufgestellt sind“, so Deters.
Zusätzlich führen Gelsenwasser und die Beteiligungsunternehmen im Wasserbereich im Rahmen des Business Continuity Managements regelmäßige Übungen durch, um die Versorgung z. B. auch bei Stromausfall weiter gewährleisten zu können. 
Die GELSENWASSER AG ist außerdem sowohl im Aufbau als auch in der Weiterentwicklung des Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft (KDW) stark engagiert. In einem Security Operation Center werden dort die angeschlossenen Systeme der Unternehmen der Wasserwirtschaft 24/7 auf Angriffstechniken und -taktiken hin überwacht und bei Bedarf unterstützt.

 

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Dr. Dirk Waider, Gelsenwasser-Vorstand

Dr. Dirk Waider, Vorstand

Wir teilen unser Wissen aus unseren Systemen zur Angriffserkennung mit den Cybersicherheits-Expert*innen der Branche. Ziel bleibt eine Steigerung der Resilienz sowie eine bessere Vernetzung der sicherheitsaffinen Mitarbeitenden der Wasserwirtschaft.

Im Wasserbereich stehen bei Gelsenwasser die Qualitätssicherung und die Resilienz der Wasserversorgung auch im Bezug zum Klimawandel im Fokus. Aktuell wird die Erweiterung der Trinkwasser-Aufbereitung in den Ruhr-Wasserwerken mit Investitionen von über 200 Mio. € abgeschlossen. „Am morgigen Donnerstag nehmen wir im Wasserwerk Halingen unserer Beteiligungsgesellschaft Wasserwerke Westfalen die letzte der neuen, hochmodernen Wasseraufbereitungsanlagen in Betrieb. Damit ist das insgesamt 17-jährige Gesamtprojekt zur Sicherung der Trinkwasserqualität erfolgreich umgesetzt“, so Dr. Waider.
Um die Klimaresilienz und die Leistungsfähigkeit der Wasserversorgung zu erhöhen, baut Gelsenwasser in Recklinghausen einen leistungsfähigeren Hochbehälter, baut punktuell das Leitungsnetz aus und plant ein Leitungsprojekt für Ostwestfalen.

Die Transformation der Energie- und Wärmenetze und die Erzeugung erneuerbarer Energie sind ebenfalls zentrale Themen bei Gelsenwasser. Der Ertrag aus Windenergie lag 2025 bei rd. 100 GWh, weitere rd. 200 MW befinden in konkreter Planung. Allein die im Windpark Olpe geplanten sieben Windenergieanlagen (Baubeginn Juli 2026) werden jährlich ca. 150 Mio. kWh Strom erzeugen.
Ab 2028 wird Gelsenwasser den Strombedarf der eigenen Liegenschaften bilanziell durch Strom aus eigenen Wind- und PV-Anlagen decken können. Mit modernen Wärmeprojekten in Neubaugebieten in Schermbeck (ca. 50 Bauplätze) und Linnich (ca. 300 Bauplätze) am Niederrhein setzt Gelsenwasser Lösungen für eine nachhaltige, regionale Wärmeversorgung um. „Alle Projekte leisten einen messbaren Beitrag zur Dekarbonisierung, zur regionalen Wertschöpfung und zur strategischen Weiterentwicklung unseres Unternehmens“, betonte Deters.

Im Bereich der Gelsenwasser-Stadtwerke-Beteiligungen konnten 2025 18 neue Konzessionsverträge für Strom abgeschlossen werden. Außerdem wird bis 2030 umfassend im Fernwärmebereich investiert.
Im Geschäftsfeld Industrieparks betreibt Gelsenwasser mit Innexis drei Standorte in Marburg, Jena und seit 2025 auch in Orth an der Donau. Deters: „Wir werden unsere Position als Full-Service-Partner der Pharma- und Life-Science-Industrie im europäischen Umland weiter stärken.“
Im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen ist die Ansiedlung der AMG Lithium ein strategisch bedeutender Fortschritt. „Die für das nächste Jahr geplante Produktionsaufnahme unterstützt die Positionierung des Standorts als wachsendes Batterie-Cluster und leistet einen relevanten Beitrag zur Energiewende.“

„Wir zeigen Flagge. Immer!“, brachte Deters die Haltung bei Gelsenwasser auf den Punkt. Das bezieht sich auf die bewusste Verpflichtung des Teams blau-grün auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, die Grundwerte und die Demokratie. Mit der Kampagne „Flagge zeigen!“ positioniert sich die Belegschaft seit 2,5 Jahren deutlich dazu. Die Werte Verantwortung, Teamgeist, Offenheit, Respekt und Verlässlichkeit prägen diese Haltung im Unternehmen, mit geschäftlichen Partnern und mit Kundinnen und Kunden.