Herkunft des Trinkwassers ändert sich in zwei Gelsenkirchener Stadtteilen
GE-Ückendorf und -Neustadt erhalten ab 4. August 2025 Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern
Gelsenwasser ändert ab 4. August 2025 bis voraussichtlich zum Jahresende die sogenannte Wassergrenze in Gelsenkirchen: Dann erhalten die Stadtteile Ückendorf und Neustadt Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern. Bisher belieferte das Ruhrwasserwerk Essen der Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) diese Stadtteile.
Ab August wird in Gelsenkirchen somit überwiegend Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern verteilt, die Stadtteile Rotthausen und Feldmark (südlich des Revierparks/Schwarzbach) werden weiterhin mit Trinkwasser aus Essen beliefert.
Da die Umstellung im Rohrnetz nicht durchgängig genau an den Stadtteilgrenzen möglich ist, gibt es folgende Ausnahmen für wenige Anschlüsse:
Die Umstellung auf Halterner Wasser betrifft auch einige Häuser in Rotthausen (Straße Wiehagen 83a-123) sowie einige Häuser in Herne-Eickel (Eickeler Straße 75-88, Magdeburger Straße 12, 14).
Dagegen sind in Ückendorf einige Straßen von der Umstellung ausgenommen, behalten also Wasser aus Essen: Filchnerstraße, Halfmannsweg 38-63, Hollandstraße, Hövelmannstraße 3a, 3, 5a, 5, 78 sowie in Neustadt die Straße Wiehagen, Hausnr. 122-128.
Eine Karte mit dem Verlauf der Wassergrenze finden Sie hier.
Die Umstellungsarbeiten aufgrund betrieblicher Maßnahmen im Wassernetz bereitet der Gelsenwasser-Netzbetrieb sorgfältig vor. Trübungen durch gesundheitlich unbedenkliche mineralische Ablagerungen im Trinkwassernetz sind möglich. Wenn Bürger*innen Störungen bemerken, bittet Gelsenwasser, diese unter Telefon 0800 7 9999-10 zu melden.
Infos zur Trinkwasserqualität
Die Trinkwässer aus den Wasserwerken in Haltern und Essen haben beide eine gute Qualität und entsprechen den Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Die Wässer können für alle Zwecke im Haushalt verwendet werden – vom Trinken über die Zubereitung von Nahrungsmitteln bis zur Zubereitung von Babynahrung. Gelsenwasser kontrolliert das Trinkwasser täglich und weit umfangreicher, als es die Trinkwasserverordnung vorschreibt.
Bezüglich des Härtegrads gibt es einen Unterschied bei den Trinkwässern:
Das Trinkwasser aus dem Ruhrwasserwerk Essen hat den Härtegrad ‚weich‘, das Wasser aus dem Wasserwerk Haltern hat den Härtegrad ‚mittel‘. Für die Bürger*innen in Ückendorf und Neustadt, die nun Halterner Wasser bekommen, ist der Härtegrad also jetzt höher.
Das Waschmittel und das Reinigungsmittel für die Spülmaschine sollten entsprechend den Herstellerangaben auf der Packung dosiert werden. Auch die Einstellungen zur Wasserhärte an den Haushaltsgeräten sollten angepasst werden.
Die komplette Trinkwasseranalyse für Wasser aus Haltern und Essen und viele weitere Infos zur Trinkwasserqualität finden die Bürger*innen hier auf unserer Webseite.
Gelsenkirchen, 29. Juli 2025
Was ist eine Wassergrenze im Trinkwasser-Rohrnetz?
Innerhalb des im Erdboden verlegten Gelsenwasser-Trinkwassernetzes verläuft eine „Grenzlinie“, entlang der die vorhandenen Armaturen (Schieber, Klappen) geschlossen sind. Diese Linie definiert die Wassergrenze. Südlich dieser Linie wird mit Wasser aus den Ruhr-Wasserwerken (in Gelsenkirchen aus Essen) versorgt, nördlich mit Wasser aus dem Wasserwerk Haltern.
Durch Umstellungen an den Armaturen im Rohrnetz kann die Wassergrenze verändert werden. Dies ist sinnvoll, um z. B. die Auslastung der Wasserwerke und des Trinkwasser-Rohrnetzes effizient zu steuern, Durchflüsse zu optimieren oder eine besondere, längerfristige Baumaßnahme ohne Störung der laufenden Versorgung durchzuführen.