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Windpark in Olpe kann jährlich 150 Mio. kWh Strom erzeugen

Gelsenwasser und Kommunen stellten das Windenergie-Projekt mit 7 Anlagen vor

Der geplante Windpark Olpe entlang der A4 geht aktuell in die Umsetzungsphase. Das Projekt umfasst sieben Windenergieanlagen, die im Bereich Olpe/Wenden/Drolshagen errichtet werden. Der Kreis Olpe hat die Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz dazu zu Beginn des Jahres 2025 erteilt.

Bei der Informationsveranstaltung zum Windpark Olpe am Donnerstag, 21. Mai 2026, stellten Gelsenwasser, Kommunen und weitere Projektpartner das Projekt umfassend vor.
Die Besucher*innen konnten sich anhand von Stellwänden und Info-Material informieren. Die Projektverantwortlichen standen für fachliche Gespräche und individuelle Fragen zur Verfügung.

Die wichtigsten Informationen zum Windpark Olpe

Der Windpark Olpe wird sieben Windenergieanlagen des Typs Vestas V172-7.2 umfassen, die auf Wendener Gemeindegebiet (3) sowie auf Drolshagener (2) und Olper (2) Stadtgebiet errichtet werden. 
Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 175 Metern, einen Rotordurchmesser von 172 Metern und eine Gesamthöhe von 261 Metern. Die Nennleistung beträgt 7,2 Megawatt (MW) pro Anlage, der Windpark insgesamt hat damit eine Gesamtleistung von 50,4 MW. Die erwartete Stromerzeugung beträgt ca. 150 Mio. kWh/Jahr. Das entspricht dem bilanziellen Stromverbrauch von rd. 40.000 3-Personen-Haushalten.
Damit können rechnerisch doppelt so viele Menschen mit erneuerbarer Energie versorgt werden, als in den Kommunen Olpe, Drolshagen und Wenden leben!

Der Zeitplan für den Windpark-Aufbau sieht den Baubeginn für das 3. Quartal dieses Jahres vor. Zunächst werden bis Jahresende die benötigten Wege- und Kranstellflächen an allen Anlagenstandorten hergestellt. Zeitgleich erfolgt der Bau der Kabeltrasse.
Vom Spätherbst bis in die Wintermonate 2026/27 ist der Fundamentbau vorgesehen, anschließend werden bis ins Frühjahr 2027 die Anlagentürme und das Umspannwerk errichtet. Ab dem 3. Quartal 2027 werden die WEA komplett aufgebaut. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2027 geplant.

„Mit den vorbereitenden Arbeiten und dem Bau der Windenergieanlagen sind bis Ende 2027 insgesamt über 5.500 LKW-Transporte zu den sieben Standorten notwendig. Um die Beeinträchtigung für die Bürgerinnen und Bürger sowie den Verkehrsfluss so gering wie möglich zu halten, werden die An- und Abfahrten der LKW über verschiedene Routen verteilt“, erläutert Nico Maas, Leiter Erneuerbare Stromerzeugung bei Gelsenwasser.  

In den Jahren 2017 bis 2023 fanden umfangreiche Untersuchungen für planungsrelevante Tierarten, insbesondere Vögel und Fledermäuse, statt. Der Untersuchungsumfang orientierte sich am aktuellen „Leitfaden Umsetzung des Arten- und Habitatschutzes bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen in Nordrhein-Westfalen“ von MULNV & LANUV.

Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen wie Ersatzaufforstung und Schutzmaßnahmen für Vögel, Fledermäuse, Wildkatze und Haselmaus während der Bau- und Betriebsphase werden berücksichtigt.

Bürgerbeteiligung startet im Frühjahr 2027

Einwohnende der Städte Olpe und Drolshagen sowie der Gemeinden Wenden und Reichshof können sich finanziell über Nachrangdarlehen an dem Windpark beteiligen. Eine Beteiligung ist bereits ab 500 Euro möglich. Die Abwicklung findet vollständig digital über eine Online-Plattform statt. Eine Beteiligung wird ab dem 2. Quartal 2027 möglich sein. Dazu wird Gelsenwasser rechtzeitig informieren.

Alle Info-Poster, die auf der Veranstaltung gezeigt wurden, stehen ab 26. Mai 2026 auf der Gelsenwasser-Website zum Download zur Verfügung.

Gelsenkirchen/Wenden, 21. Mai 2026